| Paulownia-Forschung in Norddeutschland | |
| Dipl.-Forstwirt Nils Tornow | |
Paulownia-Forschung seit 1996 Nils Tornow hat sich zum Ziel gesetzt Paulowniaarten und -hybriden verschiedener Herkünfte unter den nordwestdeutschen Klimabedingungen heranzuziehen um möglichst gut angepasste Individuen zu selektieren. Die am besten entwickelten Individuen sollen im weiteren Verlauf in Klonversuchsanbauten primär auf Überlebensfähigkeit und mittelfristig auf ihre Eignung hinsichtlich der Holzerzeugung geprüft werden. Paulowniaholz ist hochwertig und sehr vielseitig verwendbar. In Deutschland gibt es erste Verarbeiter dieses Holzes. Unter geeigneten Bedingungen erreichen die Bäume enorme Zuwächse.
Genetische Diversität durch Aussaat Hinsichtlich der generativen Anzucht, verschiedener vegetativer Vermehrungsmethoden und dem Verhalten im Freiland konnten seit 1996 umfangreiche auf nordwestdeutsche Verhältnisse zugeschnittene Spezialkenntnisse gesammelt werden. Mittlererweile berät Nils Tornow bundesweit und im europäischen Ausland potenzielle Paulownia-Anbauer. Derzeit werden über 20 Herkünfte mehrerer Arten und einigen Hybriden in mehr als 1000 Exemplaren auf ihre klimatische Adaptionsfähigkeit geprüft. Da es sich hierbei fast auschließlich um aus Saatgut gezogene Bäume handelt liegen somit rund 1000 verschiedene Genome vor.
Erste Resultate lassen aufhorchen Der nordwestdeutsche Raum liegt streng genommen außerhalb der klimatisch günstigen Bereiche für diese Spezies. Jedoch bereits seit 1996 von Nils Tornow angelegte Paulownia-Versuchsanbauten im Landkreis Stade zeigten bei einigen Exemplaren vorher nicht für möglich gehaltene Entwicklungen. Paulownia neigt schon innerhalb der Nachkommenschaft eines Baumes zu erheblicher Variation. So ist es erstaunlich, dass Nachkommen eines Baumes sich sehr unterschiedlich anpassen können. Einige Exemplare leiden stark unter Blattpilzbefall und frieren jedes Jahr bis zum Boden zurück, andere zeigen Zuwächse von zwei Metern im Jahr auf gleichem Standort ohne nennenswerte Frostschäden. Auch die starken Fröste im März 2006 wurden von diesen Exemplaren schadenfrei überstanden. Den stärksten Zuwachs zeigt ein Exemplar mit über neun Metern in drei Jahren. Gerne berate ich Sie in allen Fragen von der Vermehrung bis hin zur Pflanzung und möglichen Kulturverfahren von Paulownia. Sprechen Sie mich an. |
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